„Eine unerklärliche Geschichte“

Es war keine Nacht wie jede andere. Der zehnjährige Tommy war vor zwei Wochen von New York nach East Dakota gezogen. Seine Eltern gingen heute auf eine Party nach South Dakota. Das sollte seine erste Nacht im neuen Haus werden.

„Tommy? Tommy?“ rief die Mutter , „Wo bist du?“ „Ich bin Zähneputzen!“, antwortete er. „Beeil dich, damit wir gehen können!“, schrie die Mutter, damit Tommy sie verstehen konnte. Tommy lag jetzt im Bett und wartete auf seine Mutter. „Gute Nacht, träum was Süßes! Wenn du aufstehst, sind wir schon wieder da!“, flüsterte die Mutter in Tommy´s Ohr.

Er lag im Bett und hörte die Eingangstür zu fallen. ,Sie sind weg!´ dachte er, ,ich bin ganz allein'. Er ging ans Fenster und schaute in die pechschwarze Nacht. Es fing langsam an zu regnen.

Auf einmal sah er am pechschwarzen Himmel ein grelles Licht, es war ein Blitz. Er hatte Angst bei Gewitter und er wusste, dass Gewitter hier schlimmer als sonst waren. Er legte sich wieder in sein Bett und konnte nicht einschlafen. Da nahm er ein Buch und begann zu lesen. Das Buch hieß „Eine unerklärliche Geschichte“. Es ging um einen kleinen Jungen, der auch zum ersten mal alleine Zuhause war. Jetzt fing es richtig an zu regnen und er hörte schon das Donnern!

Auf einmal gab es einen Rums im Haus, „Hallo? Ist hier jemand?“ Keine Antwort. Tommy wurde bleich. Er schaute aus dem Fenster und sah die Nachbarhäuser mit ihren Antennen auf den Dächern, da gab es wieder einen Rums im Haus. Er drehte sich um. Aber nichts war zu sehen. Er holte sein Fernglas um das Gewitter noch näher zu betrachten.

Er sah auf einem Dach eine Gestalt, er hatte Angst. ,Was soll das sein!´

Auf einmal gab es einen schrillen Schrei und er zuckte sofort vom Fenster weg! Doch dann schaute er wieder hinaus. Er sah etwas Helles hinter dem Berg. ,Ach, steht da nicht das Chilimuseum?` fragte er sich. Er sah ein Auto vorbei fahren, aus dem laute Musik dröhnte. Dann gab es wieder einen Rums im Haus.

Er schaute sich um und sah wieder die Gestalt auf den Dächern und nun fing sie an zu schweben. Sie schwebte auf das Haus seiner Eltern zu und er sah alles aus dem Fenster. Als die Gestalt immer näher und näher kam, rannte er in sein Bett. Dann kam ein Blitz und die Gestalt war an seinem Fenster. „MAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAMA!“ schrie er so laut wie er nur konnte.

Er wachte auf und schaute wieder aus dem Fenster, es war taghell draußen!

Er rannte runter zum Frühstück und fragte seine Mutter: „Mama, kann ich bitte die Zeitung haben?“ Er schaute alles an, aber er fand nichts über die gestrige Nacht. ,Irgendwo, muss etwas über das Chilimuseum stehen?´ fragte er sich. „Mama, weißt du was über das Chilimuseum, steht das noch?“ „Was soll damit sein, es steht immer noch, wir sind gestern Nacht dort vorbeigefahren.“

,Ach du Scheiße, das ist ja wirklich „Eine unerklärliche Geschichte“.´

von Felix

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